
Nachdem ich Jungunternehmer und Existenzgründer dazu aufgerufen habe, sich und ihr Unternehmen hier vorzustellen, sind bisher auch einige diesem Aufruf gefolgt. Den Anfang macht heute Luis Miranda mit “Mein Virtueller Assistent”. Wir der Name schon sagt, verbirgt sich dahinter ein Dienstleister für virtuelle Assistenz in deutscher Sprache aus München.
Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen kurz vor?
Ich heiße Luis Miranda, bin diplomierter Betriebswirt, glücklicher Familienvater und habe 8 Jahre in amerikanischen IT Unternehmen gearbeitet und das Kapitel Selbständigkeit mit dem Unternehmen „mein-virtuellerassistent.com“ dieses Jahr aufgeschlagen. Bei „mein-virtuellerassistent.com“ geht es darum unsere Zielgruppe – Freiberufler, Kleinunternehmer und Privatpersonen – flexibel zu unterstützen und ihnen mehr Zeit für die wesentlichen Dinge zu ermöglichen.
Was hat Sie dazu geführt sich selbständig zu machen?
Der Wunsch nach Selbstbestimmung und Flexibilität.
Seit wann besteht Ihr Unternehmen und wie ist es zu der Idee gekommen?
Das Unternehmen, mein-virtuellerassistent.com, wurde im Juni 2010 gegründet. Zur Idee, Virtuelle Assistenten, kam ich zum einen durch das Buch „Die 4-Stunden-Woche“von Timothy Ferris, das mir ein Freund ausgeliehen hatte. Zum anderen habe ich in 8 Jahren Berufserfahrung in einigen Outsourcing-Projekten mitgewirkt und hatte immer folgenden Gedanken: Wenn die notwendigen Kommunikationstechnologien für jedermann zugänglich wären, dann ließe sich auch vernünftiges Outsourcing für Klein- und mittelständische Unternehmen realisieren. Das Konzept Virtuelle Assistenz hat mich überzeugt, weil nun die notwendige Kommunikationstechnologie für Jeden vorliegt und ich überzeugt bin, dass viele Freiberufler und Kleinunternehmer das Bedürfnis haben, mehr Zeit für sich bzw. ihr Unternehmen zu haben! Jedoch hat jeder Mensch andere Vorstellungen, wie er unterstützt werden kann und dadurch mehr Zeit gewinnt. Genau darauf gehen wir ein, der Kunde hat meistens eine genaue Vorstellung, wo er unterstützt werden möchte. Natürlich stellen wir bei gemeinsamen Gesprächen fest, wie die genaue Zusammenarbeit dann im Detail aussehen kann und manchmal finden wir Bereiche, welche dem Kunden zunächst nicht in den Sinn gekommen waren.
Welche Produkte oder Dienstleistungen bieten Sie an?
Wir bieten deutschsprachige Virtuelle Assistentenzdienstleistung an. Assistenz bedeutet Vielseitigkeit, sowohl in der „Online“ wie auch in der „Offline“ Arbeitswelt. Assistenten können überall eingesetzt werden, wo keine speziellen Fachkenntnisse erforderlich sind. Das verhält sich auch bei Virtuellen Assistenten so, nur dass die Aufgaben zusätzlich keine lokale Präsenz erfordern dürfen. Und da gibt es heutzutage viele Dinge, die ein virtueller Assistent für unsere Kunden erledigen kann. Zudem haben wir natürlich mehrere Spezialgebiete, wie Recherche, Internetmarketing (z.B. SEO durch Linkverbreitung, Pflege von Social Media Accounts, Webseiten-, Blogpflege, etc.) und Datenverarbeitung und – erfassung. Wir haben ein eigenentwickeltes IT-System, dass uns eine Erfassung, Verfolgung und Auswertung der Aufgaben ermöglicht. Zudem durchlaufen die Ergebnisseeine interne Qualitätsprüfung, um sicher zu stellen, dass die Aufgabe zufriedenstellend erfüllt wurde.
Wie sieht Ihre Zielgruppe aus?
Unsere Zielgruppen sind Freiberufler, Klein- und Mittelständische Unternehmen sowie vielbeschäftigte Privatpersonen.
Nutzen Sie Outsourcing?
Ich selber nutze ebenfalls die Möglichkeiten des Outsourcings bzw. dem Bezug von Fremdleistung. Unsere Webseite ist ein gutes Beispiel. Mein Steuerberater ein anderes. Outsourcing ist nichts wirklich Neues und in 2 Fällen sinnvoll:
1 . Man besitzt die notwendigen Fertigkeiten und Fachkenntnisse nicht.
2 . Man kann seine Zeit anderweitig sinnvoller und wirtschaftlicher einsetzen, z.B. mit Kernkompetenzen, Vertriebsaktivitäten oder Freizeit.
Was relative neu ist, sind die heutigen technischen Möglichkeiten als noch vor ca. 5 Jahren, wie z.B. die globale Verbreitung von Breitband-Internet, IP-Telefonie, diverse „Software-Tools“ und vieles mehr. Es ist viel einfacher geworden, mit Menschen ortsunabhängig zu kommunizieren und zu arbeiten.
Können Sie Ihr Unternehmen ortsunabhängig führen? Wenn ja, wie gewährleisten Sie das?
Ja, das kann ich. Wir sind heute schon virtuell organisiert. D.h. jeder Mitarbeiter befindet sich an einem anderen Standort. Die heutige Kommunikationstechnologie ermöglicht das ohne Probleme. Ob ich nun das Team vor Ort habe oder virtuell verbunden bin; am Ende kommt es einfach nur darauf an, zusammen arbeiten zu können und die Ergebnisse zu liefern, welche die Kunden von uns erwarten. Übrigens sind virtuelle Teams in IT-Unternehmen absoluter Standard, und ich habe deshalb einige Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit solchen Teams.
Generiert Ihr Unternehmen passive Einkommensströme? Wenn ja; in welcher Form?
Nein, leider noch nicht. Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen. J Unser Unternehmen funktioniert nur durch aktive Arbeit.
Welche Maßnahmen ergreifen Sie um Neukunden zu gewinnen?
Wir positionieren uns entsprechend im Internet. Wir suchen themenaffine Webseiten, wo wir gerne unser Unternehmen vorstellen möchten und ein Artikel publizieren. So wie hier. Zudem stellen wir uns in diversen Social Media Plattformen (z.B. XING, LinkedIN, etc.) vor und nutzen unser persönliches Netzwerk.
Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in 5 Jahren?
In 5 Jahren sehe ich die Dienstleistung Virtuelle Assistenz in Deutschland etabliert. Schließlich ist Zeit ein endliches Gut und unsere Zielgruppe kann Zeit sehr gut gebrauchen. Wichtig ist, dass wir unseren Kunden einen Mehrwert bieten, damit langfristige Geschäftsbeziehungen entstehen. Denn ich bin fest überzeugt, dass Assistenzdienstleistung sehr gut funktioniert, wenn man sich gegenseitig besser kennt und zusammen gearbeitet hat. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, die virtuelle Assistenz in einigen Branchen zu spezialisieren. Wie gesagt, Assistenz bedeutet zwar Vielseitigkeit, aber ich denke, dass in einigen Branchen gewisse Standardaufgaben existieren und wir uns mittelfristig darauf spezialisieren werden, Prozesse/Aufgaben in gewissen Branchen optimal zu unterstützen.
Was bedeutet Lebensqualität für Sie?
Freiheit, Spaß an der Arbeit und Sommer. Zwei von den Drei Dingen bietet mir mein Unternehmen!
Welches persönliche Ziel verfolgen Sie mit Ihrem Unternehmen?
Das Ziel der Selbstbestimmung und der finanziellen Freiheit.
Welchen Tipp geben Sie Menschen die noch vor der Existenzgründung stehen?
Von der Idee überzeugt zu sein, dann einfach anfangen und mit Enthusiasmus Ziele verfolgen.
Ihr Schlusswort.
Viele Menschen, die sich den Schritt zur Selbständigkeit überlegen, sollten sich Gedanken machen, welche Ziele sie damit verfolgen und welchen Einsatz sie bereit sind für diese Ziele zu bringen. Sie sollten auf jedem Fall Eigenmotivation, Selbstdisziplin und Freude im Umgang mit Menschen mitbringen. Es ist spannend diesen Weg einzuschlagen und ich wünsche jedem Menschen der diesen Weg geht viel Erfolg!
Vielen Dank Herr Miranda für Ihre Vorstellung.
Hier geht es zu “Mein Virtueller Assistent”: http://www.mein-virtuellerassistent.com
Möchten auch Sie Ihr Unternehmen in dieser Form vorstellen? Hier gibt es weitere Informationen.
Bild: The Pull by !!sahrizvi!!


